Sie sind hier: REISEBERICHTE > CORFU > PALEOKASTRITSA
2009 meerwandern

Kloster Paleokastritsa

Malerisch an der Südwestküste in einer Kesselbucht gelegen, befindet sich einer der schönsten und bekanntesten Orte der Insel Korfu, den auch die Korfioten sehr lieben. Bekannt wurde Paleokastritsa durch das gleichnamige Kloster.

Wanderwege laden zum Spazieren oder Verweilen ein. Leider ist der Ort in der Hochsaison sehr überlaufen und viele Busse schlängeln sich durch die engen Straßen bis an das Ende des Ortes.

Wer das Glück hat dort ein paar Tage bleiben zu dürfen, sollte die Abendstunden für einen Spaziergang zum Kloster nutzen. Ein besinnlicher Ort, wenn die Bustouristen fort sind. Das Männerkloster, auf steilen Felsen unmittelbar über dem brandenden Meer gelegen, ist eines der berühmtesten Klöster der Insel. Um die überwältigenden Ausblicke auf dem Weg genießen zu können, ist ein Aufstieg zu Fuß empfehlenswert. Oben angekommen, bietet sich dem Besucher ein wundervoller Blick über die Bucht und viele atemberaubende Fotomotive.

Der beeindruckende Innenhof mit dem barocken Glockenturm stammt aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Wer die typisch griechische Architektur mag, wird an diesem Kloster seine Freude haben.

Im angrenzenden Hof mit seinen Arkaden befindet sich ein kleines Museum mit byzantinischen und nachbyzantinischen Ikonen.
Auf der sehr gepflegten Anlage wachsen farbenprächtige Blumen und Pflanzen. Die Mönche haben auch einen Obst- und Gemüsegarten angelegt, der dank täglicher Bewässerung üppige Früchte gedeihen lässt.

Einer Sage nach soll im Mittelalter eine Bande von sarazenischen Piraten vor der Insel geankert haben. Sie hatten beabsichtigt, das Kloster auszurauben. Als der Abt die Eindringlinge bemerkte, flüchtete er in die Klosterkirche und bat die Gottesmutter um Beistand. Als er mit Weihrauch vor die Kirche trat, wurden seine langen Gebete erhört. Das Schiff mit allen Piraten an Bord erstarrte zu Stein. Noch heute kann man seiner Phantasie freien Lauf lassen und in einem Felsen das versteinerte Schiff erblicken.

von Heike Buschkewitz